"Ihre Stimmen bleiben" Gedenkveranstaltung mit Nachkommen und Zeitzeugenberichten
Nach ihrem Besuch in Horb im Dezember 2025 freut sich der Synagogenverein, dass Dena Rubnitz und ihre Schwester Tamar Rubinstein mit ihrem Mann Scott und Tochter Naomi der Einladung der Vorsitzenden gefolgt sind und bei der diesjährigen Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht wieder nach Rexingen kommen. Ihre Mutter Hanna Bensinger hatte ihnen erzählt, wie sie als 8jährige im Nachbarhaus der Synagoge die Reichspogromnacht miterlebt hatte. Im Oktober 1938 war Hanna mit ihrer älteren Schwester Ruth und ihren Eltern Siegmund und Gretel Bensinger von Bodersweiher nach Rexingen gezogen. Hier lebten sie bei Siegmunds Schwester Karoline, die den Viehhändler Julius Pressburger geheiratet hatte. Diese wohnten im Haus neben der Synagoge. Nur einen Monat später erlebten Sie die Geschehnisse der Reichspogromnacht mit. Nur weil sich Familie Bensinger gut versteckte, entging der Vater der Deportation in das KZ Dachau, wie andere Rexinger Männer. Ihre Eltern zogen die Konsequenzen, im Mai 1939 emigrierten sie nach England. Ein Vierteljahr vor dem Kriegsbeginn, gerade noch rechtzeitig.
Die Erlebnisse dieser Nacht sind von verschiedenen Zeitzeugen in Rexingen überliefert worden. Doch die Erinnerungen von der 8jährigen Hanna waren bis vor einem Jahr noch nicht in Rexingen bekannt. Wie war Hanna nach Rexingen gekommen und wie ging es ihr und ihrer Familie in England und den USA?
Die Nachkommen von Hanna Bensinger werden uns aus ihrer Familiengeschichte erzählen, wie die Mutter aufgewachsen ist und sie in Rexingen die Pogromnacht vom 9. November 1938 erlebt hat. Weitere Zeitzeugenberichte zu dieser schrecklichen Nacht werden verlesen.
Die musikalische Umrahmung übernimmt Wolfgang Reichert (Cello) von der Musikschule Horb.
Veranstaltungsinformationen
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Datum/Uhrzeit
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Veranstalter / Mitveranstalter